Die Frage nach der Technologie wird gern ideologisch geführt. Wir sehen es pragmatisch: Beides funktioniert, beides hat Grenzen. Entscheidend ist, was die App leisten muss – heute und in drei Jahren.
Wann nativ die richtige Wahl ist
- Intensive Nutzung von Hardware: Kamera-Pipelines, Bluetooth-Geräte, Sensorik, AR.
- Höchste Ansprüche an Animation und Haptik – z. B. bei Consumer-Apps mit starkem Markenerlebnis.
- Tiefe Plattform-Integration: Widgets, Watch, CarPlay/Android Auto, App Clips, Live Activities.
- Langlebige Produkte mit eigenem Team, bei denen Wartbarkeit über Time-to-Market steht.
Wann Cross-Platform gewinnt
- Beide Plattformen sollen gleichzeitig starten – mit einem Team und einem Budget.
- Die App ist inhalts- oder formulargetrieben: Listen, Detailansichten, Buchungen, Dashboards.
- Schnelle Iteration ist wichtiger als der letzte Feinschliff auf Plattformebene.
- Ein bestehendes Web-Team soll mitarbeiten können (React Native).
Flutter oder React Native?
| Kriterium | Flutter | React Native |
|---|---|---|
| Sprache | Dart | JavaScript / TypeScript |
| Rendering | Eigene Engine, pixelgenau | Native Komponenten |
| Team-Nähe | Mobile-Teams | Web-Teams |
| Stärke | Konsistente Optik, Performance | Ökosystem, Web-Wiederverwendung |
Und PWAs?
Progressive Web Apps sind für interne Tools und Content-Angebote oft die günstigste Lösung. Für Produkte, die im App Store gefunden werden sollen, Push auf iOS zuverlässig brauchen oder Hardware ansprechen, reichen sie meist nicht. Wir setzen PWAs gezielt ein – als Ergänzung, selten als Ersatz.